09.08.09 Apostel Krause in Brake (Ruhestand Pr. Svenson)

Apostel Krause kam anläßlich der Inruhesetzung unseres Pr. Svenson nach Brake. Eingeladen waren auch die Geschwister aus Nordenham, sowie Geschwister der Missionsarbeit in Schweden. Die Kirche war prall gefüllt!

Der Apostel diente mit dem Textwort aus Hesekiel 36, 26:

Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.

Der Apostel erklärte anhand einer Gegenüberstellung die Eigenschaften "steinerner" und "fleischerner" Herzen, und was mit diesem Worte gemeint ist:

Das steinerne Herz

Das fleischerne Herz


  • Hört nicht auf Gott, nur in der Not (wie z.B. Der Pharao Ägyptens erst nach den Plagen)

  • Sucht nach Beweisen, stellt Forderungen (wie z.B. die Pharisäer)

  • Sieht nicht die Not des Anderen

  • Sucht Recht

  • Sieht die Schuld beim Anderen

  • Spricht: „Ihr sollt mich so nehmen wie ich bin“

  • Spricht: „Mein Herr kommt noch lange nicht“

  • Hört auf Gott
  • Ist demütig

  • Steht fest im Einssein
  • Hilft dem Nächsten

  • Sucht Gnade und Versöhnung

  • Sieht die eigenen Schwächen (nicht als Belastung, sondern als Freude)

  • Spricht: “Das soll nicht so bleiben, ich will mich ändern”

  • Wartet täglich auf das Kommen des Herrn


Dieses Wort soll uns Ansporn sein, dem Versprechen Gottes unser eigenes Benühen hinzuzufügen - dann wird auch uns diese Umwandlung zuteil!

Der Apostel brachte auch ein besonderes Grußwort mit nach Brake: 1. Korinther 1, 4-9

„Ich danke meinem Gott allezeit euretwegen für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in Jesus Christus“ (Vers 4)

„Der wird euch auch fest erhalten bis ans Ende“ (Vers 8)

„Gott ist treu“ (Vers 9)

Diese Worte waren zwar seinerzeit durch den Apostel Paulus and die Gemeinde zu Korinth gerichtet; der Apostel wurde jedoch darauf gelenkt, dies als besonderes Grußwort heute an die Gemeinde Brake zu richten!

Der Apostel berichtete, daß er schon manche Situationen erlebt habe, wo man ihm nahelegte: 'Jetzt musst du mal für klare Verhältnisse sorgen und mal mit der Faust auf den Tisch hauen!" Das habe er aber nicht getan, im Gedanken an den Grundsatz: Bei allem Handeln muss die Liebe die Leitschnur sein! Das wolle er auch uns mit auf den Weg geben.

Weiterhin ermahnte er, uns an den Gottesdienst unseres Stammapostels nach Pfingsten zu erinnern: Jeden Tag einen Sieg erringen - einen Sieg der Liebe!

Der Gottesdienst schloß die Versiegelung einer Reihe von Kindern der umliegenden Gemeinden ein.

Schließlich kam der Augenblick, für den der Apostel nach Brake gekommen war: die Inruhesetzung unseres langjährigen Priesters Svenson.

1979 zum Unterdiakon gesetzt,

1988 um Diakon,

1993 zum Priester, und später im gleichen Jahr zum Vorsteher,

hat er nunmehr 30 Jahre lang für das Werk des Herrn in Brake gearbeitet, davon auch 6 Jahre lang als Vorsteher der Gemeinde. Der Apostel drückte seinen besonderen Dank aus. Menschlicher Lohn könne diese Treue und Aufopferung nicht begleichen, aber göttlicher Lohn wird einmal zeigen: Gott läßt sich nichts schenken!

Am Ende zog noch eine ganz lange Reihe von Gratulanten mit guten Wünschen für die Eltern der frisch versiegelten Kinder, mit den besten Wünschen für unseren Neu-Ruheständler durch den Saal. Der Apostel hatte sich mit den Schweden-Missionaren noch für den Nachmittag vereinbart und hatte sich deswegen zügig verabschiedet.

Der Gottesdienst war zu Ende - ein denkwürdiger Tag für die Gemeinde, der sicher noch nachwirken wird!

(Autor: Matthias Bühnemann, Dieter Stegemann; Foto: Peter Rehfeld)