Ist das wirklich schon 30 Jahre her, …?

Obwohl früh vollendet, hat er doch viele Jahre erfüllt. Denn seine Seele gefiel dem Herrn; darum eilte sie fort von den bösen Menschen.

(Weisheit 4, 13.14)

Die neue Zeitschrift „Unsere Familie“ vom 20. Januar 2012 liegt vor mir. Ich überschlage zunächst einmal die Seiten und mein Blick bleibt an eine Annonce hängen. IN MEMORIAM! Was ich da lese, hat mich schon ein wenig erschrocken: ist es wirklich schon 30 Jahre her, das unser Freund und Priester Carl Preiksch in die Ewigkeit gezogen ist.

Priester Preiksch war einige Jahre Vorsteher der Gemeinde Brake II. Wer ihn kannte und mit ihm zu tun hatte, erlebte, mit welchem gläubigen Herzen und mit welchem Eifer er sich in den Dienst des Herrn stellte. In seiner freundlichen und freudigen Art hatte er viele Jahre den Geschwistern der Gemeinde als Knecht Gottes gedient.

Ein Jahr vor seinem Heimgang erkrankte Priester Preiksch an einer schweren Krankheit. An seinem letzten Geburtstag am 28. Januar 1982 haben die Brüder des Männerchores aus Brake ihn noch mit einigen Liedern erfreuen wollen. Ein Lied ist mir dabei in besonderer Erinnerung geblieben. Nach einem Wunschlied am Ende unserer kurzen Einkehr bei ihm gefragt, wünschte er, dass der Männerchor ihm noch das Lied singen möge: „Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch…“.

Der Himmlische Vater – und davon waren wir alle überzeugt – hat für ihn ganz sicher „die Tore weit aufgemacht“. Diese letzte Begegnung mit ihm bleibt mir unvergessen.

Priester Preiksch starb am 1. Februar 1982, vier Tage nach seinem 42. Geburtstag vor 30 Jahren.

(Text u. Foto: G. Svenson)